sehenswuerdigkeit

Ruine Forchtenberg

Die Ruine Forchtenberg ist der Rest einer mittelalterlichen Höhenburg oberhalb von Forchtenberg im Hohenlohekreis. Als Bauherr gilt Konrad von Dürn. Er ließ die Anlage auf einem Bergsporn am gegenüberliegenden Kocherufer errichten, um seinen Besitz zu sichern. Nach den Angaben von Wikipedia war sie 1234 fertiggestellt, in OpenStreetMap ist das 13. Jahrhundert als Entstehungszeit eingetragen. Die Burg war etwa 92 Meter lang und bis zu 50 Meter breit. Das Haus Hohenlohe nutzte sie nur zeitweise als Residenz und als Witwensitz. Später war sie Sitz der hohenlohischen Amtmänner und diente als Lager für den Zehnten. In der Renaissance wurde sie schlossartig ausgebaut.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage vermutlich von schwedischen Truppen in Brand geschossen und weitgehend zerstört. Der Amtssitz zog danach in die Stadt Forchtenberg um. Der große Gewölbekeller blieb erhalten und wurde nach 1680 noch erweitert, um den Weinzehnten einzulagern. Heute ist die Anlage überwiegend Ruine und als Kulturdenkmal ausgewiesen. Zu den erhaltenen Teilen zählen laut Burgenverzeichnis unter anderem die Schildmauer, ein Treppenturmstumpf und Kellergewölbe. Auch eine Mauer gehört zum Bestand. 1937 erwarb ein Forchtenberger Sattlermeister die Ruine und ließ sie weiter sichern. In den 1960er-Jahren wurde die einsturzgefährdete Südmauer mit Unterstützung des Landesdenkmalamts gesichert.