Das Greckenschloss in Bad Friedrichshall ist ein stattliches Bergschloss auf dem Lindenberg im Ortsteil Kochendorf (Lindenweg 2). In OpenStreetMap ist es als Schloss vom Typ Herrenhaus erfasst, das Gebäude trägt zudem die Nutzung als Schule. Seinen Namen hat es von den früheren Besitzern, den Grecken von Kochendorf. Wolf Conrad Greck II. ließ es zwischen 1599 und 1602 im Renaissancestil errichten. Zu den auffälligsten Merkmalen zählen die beiden geschwungenen Renaissancegiebel mit Obelisken, ein polygonaler Treppenturm zwischen den zweigeschossigen Flügeln mit hohem Walmdach sowie ein Graben, der das Schloss im Osten vom Lindenberg trennt.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss schwer beschädigt, die Schäden waren bis 1661 behoben. Nach dem Aussterben der Grecken kam es 1762 an den Ritterkanton Odenwald, 1806 wurde es württembergisch. Später war es in Privatbesitz und beherbergte zeitweise eine Zigarren- und eine Likörfabrik. 1914 erwarb die Gemeinde Kochendorf die Anlage. Nach Schäden im Zweiten Weltkrieg diente es zunächst als Wohnraum für Flüchtlinge, danach wurden die Räume nach und nach von der Volks- und später der Grundschule genutzt.
Nach einer Sanierung von 2004 bis 2010 wurde das Schloss 2011 feierlich eingeweiht. Heute wird es vielfältig genutzt: Der Festsaal steht für Feiern und Veranstaltungen zur Verfügung, außerdem sind Schlossführungen möglich. Wer eine Besichtigung oder Räume plant, wendet sich am besten an die Stadt Bad Friedrichshall bzw. die dortige Tourismusinformation.



