Die evangelische Marienkirche in Kocherstetten, einem Stadtteil von Künzelsau im Hohenlohekreis, entstand um 1300. Die Marienkirche Kocherstetten gehört damit zu den historischen Gebäuden des Ortes. Sie steht in der Schloßbergsteige 21 und ist nach den OSM-Angaben eine lutherische Kirche. Dort ist auch vermerkt, dass sie nicht rollstuhlgerecht ist.
Im 14. Jahrhundert wurde die ursprüngliche Kirche verändert. 1394 löste sich die Gemeinde von der Mutterkirche in Steinkirchen. Das Kloster Comburg behielt das Patronatsrecht auch nach der Reformation, die 1556 Eberhard von Stetten einführte. 1505 kam eine Sakristei hinzu, um 1620 erhielt die Kirche eine neue Ausstattung, und 1742 wurde die Empore eingebaut.
Zur Ausstattung zählen eine Sandsteinkanzel von etwa 1620, an deren Korb die vier Evangelisten zu sehen sind, und ein Taufstein von 1620. Die Orgel wurde 1839/41 für die Gemeinde in Schönau gebaut und kam 1896 nach Kocherstetten. Bemerkenswert sind die Wandmalereien im Chor aus dem 14. Jahrhundert. Sie zeigen Christus in der Mandorla, Maria mit Kind, Johannes den Täufer und die zwölf Apostel. Wer die Kirche besuchen will, muss zuerst einige Höhenmeter überwinden.
