Der KZ-Friedhof Heilbronn-Neckargartach ist eine Gedenkstätte für die Häftlinge, die im KZ-Außenlager Neckargartach ums Leben kamen. Nach den Angaben des Stadtarchivs Heilbronn entstand die Anlage 1946 über dem Massengrab der Toten. Neckargartacher Bürger errichteten sie, nachdem die amerikanische Militärregierung eine Geldsammlung in der Bevölkerung und bei den Firmen erlaubt hatte, die KZ-Häftlinge beschäftigt hatten. Am 22. Dezember 1946 wurde der fertige Friedhof feierlich an die Stadt übergeben. In OpenStreetMap ist der Ort als Friedhof und Denkmal erfasst, umgeben von einem Zaun.
Das Lager, auch SS-Arbeitslager „Steinbock“ genannt, bestand von Anfang September 1944 bis zum 1. April 1945. Es gehörte zu den sogenannten „Neckarlagern“, Außenlagern des KZ Natzweiler-Struthof. Die Häftlinge mussten unter anderem im Salzbergwerk arbeiten und lebten unter katastrophalen Bedingungen. Der Friedhof liegt nach Angaben der Wikipedia auf einer Anhöhe westlich der Böllinger Straße. Ein Schild zwischen den Häusern Nummer 43 und 45 weist den Weg.
Die Stadt Heilbronn hat zudem einen Gedenkort geschaffen, der die Geschichte des Lagers sichtbar macht. Er hat drei Stationen: am ehemaligen Lagerareal, am Treppenaufgang und am Friedhof. Dort informieren unter anderem Wände aus Cortenstahl mit Zitaten und Informationen, und QR-Codes führen zu einer begleitenden Webseite. Öffnungszeiten sind nicht bekannt.



